Die englische Lebensversicherung ist prinzipiell nichts anderes als eine deutsche Lebensversicherung, nur dass hier der Versicherungsnehmer seinen Sitz in Deutschland und das Versicherungsnehmer in England hat.
Es handelt sich um eine Kapitallebensversicherung mit Absicherung im Todesfall während der Laufzeit und einer Absicherung fürs Alter, d.h. eine Kapitalzahlung bei Erreichung der vereinbarten Altersgrenze.
Durch die vielfältigen EU Regelungen sind heute die englische und die deutsche Lebensversicherung nahezu identisch, lediglich bei der Regelung darüber, wie die eingezahlten Beiträge angelegt werden dürfen gehen stark auseinander. Es werden 70% bis 90% der eingezahlten Beiträge auf dem Kapitalmarkt angelegt und hiervon bis zu 90% in Aktien, während in Deutschland bei der Anlage ein nur ein Aktienanteil von maximal 35% vorgeschrieben ist. Durch diese höhere Flexibilität bei der Anlage der Versicherungsprämien erzielt die englische Lebensversicherung höhere Renditen als die deutsche, wobei die Renditen in den letzten Jahren durchaus um die 10% lagen.
Die englischen Lebensversicherer bieten mittlerweile auch Verträge an, die vom Bundesaufsichtsamt genehmigt sind und somit auch staatlich gefördert werden können, somit entfällt der ehemalige Vorteil für die deutsche Versicherung. Auch Risiken von Währungsschwankungen zwischen Engl. Pfund und Euro spielen keine Rolle mehr, da die meisten englischen Lebensversicherer mittlerweile ihre Policen auch in Euro anbieten.
Nur bei der Sicherung der Einlagen gab es einige Probleme, da eigentlich nur in Großbritannien ausgestellte Policen der Einlagensicherung unterliegen, jedoch verstößt dies gegen eine EU-Richtlinie, welche eine Gleichbehandlung der Versicherten aus allen Mitgliedsländern fordert.